Die Belastungen für die Beschäftigten in Kindertageseinrichtungen sind in den letzten Jahren durch gravierende Veränderungen des Tätigkeitsfeldes stetig gestiegen. Lärm, Zeit- sowie Personalmangel, eine schwierige Elternarbeit, Überbelegung und die Betreuung von immer mehr Kindern unter 3 Jahren veränderten die Arbeit rasant.
Wachsende Ansprüche an die „Dienstleistungen“ einer pädago- gischen Einrichtung, wie z. B. die Ganztags- und Teilzeitbetreuung von Kindern, flexible Öffnungszeiten, variable Betreuungsformen, aber auch Arbeiten mit altersgemischten Gruppen, erfordern ein entsprechend hohes Maß an Flexibilität und Professionalität beim pädagogischen Personal.
Bildungspolitisch ist der Elementarbereich als erste Stufe unseres Bil- dungssystems definiert, sodass pädagogische Konzepte mit kon- kreten Zielvereinbarungen erarbeitet und fortgeschrieben werden müssen. Die regelmäßige und lückenlose Dokumentation von Ent- wicklungsverläufen der Kinder gehört zu den gesetzlich vorge- schriebenen Aufgaben des Erziehungspersonals.
Um die wachsenden Anforderungen an eine Kindertageseinrichtung als modernes Dienstleistungsunternehmen mit einem Bildungs- und Erziehungsauftrag bewältigen zu können, ist es erforderlich, die Ar- beitsorganisation (das Management) immer wieder zu aktuellen An- forderungen anzupassen. Dies setzt allerdings eine umfangsreiche Analyse der Rahmenbedingungen in Verbindung mit dem Betriebsab- lauf voraus. Dabei sollten alle Bereiche, d. h. Dienstpläne, Öffnungs- zeiten, räumliche Gegebenheiten sowie Arbeitsabläufe systematisch und kritisch geprüft werden.
Anhand von einigen exemplarischen Belastungssituationen werden Beispiele aus der Praxis dargestellt, die eine Harmonisierung des Arbeitsalltags bewirken können. Ziel ist es nicht Patenrezepte, sondern Anregungen zu geben, die eigene Betriebsorganisation und den Arbeitsablauf kritisch zu hinterfragen und Möglichkeiten der Belastungsreduktion aufzuzeigen.
